Schritt 1 erfolgreich geschafft: Wir holen die Tauben von der Straße

Im ersten Schritt lockten wir die Tauben mit Futter kontrolliert an die Stellen, an denen die Taubenschläge entstehen sollen. So wurden sie schon von den touristischen Plätzen und den Marktständen abgezogen. Marktbeschicker*innen, Bewohner*innen, Gäste und Gastronom*innen haben Ruhe.

Befragung Marktplatz Lüneburg
Standoertauswahl Taubenschläge in Lüneburg

Schritt 2 in Vorbereitung: Wir holen die Tauben vom Dach

Der Plan zeigt die wünschenswerten Standorte für die Taubenschläge und provisorische Futterstellen. Sobald die Standorte mit allen Beteiligten genau abgestimmt sind, geht es los. Der momentan favorisierte Standort ist die Bastion. Wichtig bei der Bestimmung ist, dass die Taubenschläge so wenig wie möglich stören. Trotzdem wird – wie bei allem Neuen – etwas Toleranz nötig sein. Aber darin sind die Lüneburger*innen offensichtlich richtig gut.


Mit der Errichtung der Taubenschläge können wir endlich die Population begrenzen. Bislang ist das nicht möglich, weil die Nester über die ganze Innenstadt verteilt sind und wir einfach nicht dran kommen.

In den Schlägen werden die Tauben den Großteil ihrer Zeit verbringen – mit Partnerpflege, Nestbau und dem Bebrüten von Kunststoffeiern.


Betreute Taubenschläge helfen:

  • Gebäude, Straßen und Plätze bleiben sauber.
  • Die Tauben kommen von den Dächern weg.
  • Die Population wird kontrolliert.

Schritt 2 in Vorbereitung: Die Tauben sind bereit

An allen kontrollierten Futterstellen sind die Tiere angekommen. Sie kommen am Stint und im Clamartpark morgens in einem imponierenden Schwarm an. Den bilden sie, weil es für sie sehr viel sicherer ist, in einem möglichst großen Schwarm zu fliegen. So können sie sich gegenseitig vor Gefahr warnen und ihre Fressfeinde wie Bussarde und Falken haben bei so vielen Vögeln kein leichtes Spiel.

Futterschwarm im Clamartpark

Rudolf Reichert: Taubenschläge lösen das Problem – immer!

Frage an Rudolf Reichert, den Vater des Taubenmanagements:


Können in oder auf denkmalgeschützten Gebäuden Taubenschläge errichtet werden?

„Halten sich Tauben an denkmalgeschützten Gebäuden auf, an der Fassade oder auf dem Dach, dann wird durch die Errichtung eines Taubenschlags im Dachboden oder auf dem Flachdach das Taubenproblem nicht vergrößert, was immer wieder zu Unrecht befürchtet wird, sondern im Gegenteil: es wird gelöst oder mindestens stark minimiert, weil die Tauben nach einer gewissen Eingewöhnungszeit die ganze Nacht und 80 bis 90 % des Tages sich im Schlag aufhalten. Der Kot bleibt im Schlag und kann von dort entsorgt werden.“
Aus: „Stadttaubenmanagement – aus der Praxis für die Praxis“


Das Foto zeigt die Alte Stadtmetzgerei in Augsburg, ein Gebäude von Elias Holl, das gern von Tourist*innen fotografiert wird – und in dem ein Taubenschlag untergebracht ist. Wenn die Bayern das können, dann können wir das auch. ;-)

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